MEIN HERZENSPROJEKT: ANGOLA - CACUACO 2.0

Afrika

DIE ENTSTEHUNG DER IDEE

„Bem vindo a Cacuaco!“ / „Willkommen in Cacuaco!“

Im Jahr 2019 konnte ich mir meinen größten Traum erfüllen: eine Reise zurückzu meinen Wurzeln, nach Angola. Dort traf ichmit 38 Jahren zum ersten Mal in meinem Leben meine leibliche Mutter in ihrem Dorf, in Cacuaco(Luanda). Ich lernte meine 5 Halbschwestern kennen, von denen ich bis dahin nichts wusste. Auf einmal war ich Teil einer großen Familie, so wie ich es mir in meiner Kindheit, in der ich in einem Kinderheim in Köln großgeworden bin, immer gewünscht habe. Ich kann das Glücksgefühl gar nicht beschreiben, das ich dabei empfand und immer noch empfinde. Und meine Mutter war überglücklich ihren einzigen Sohn in die Arme schließen zu können. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass dies je passieren würde.

 

Mir war schon immer klargewesen, dass ich dem Land, in dem ich geboren wurde etwas zurückgeben möchte. Auf meine ganz eigene Art und Weise einen Beitrag leistenund so etwas von dem Glück, das ich hier in Deutschland erfahren habe weiterzugeben und zu teilen.

 

So wurde aus der Herzensangelegenheit eine Idee und schließlich ein Projekt: mein Angola-Projekt.

DER ERSTE BESUCH DER SCHULE

Bei meinem Aufenthalt in Angolakonnte ich die Schule besuchen, in der schon meine Schwestern gelernt hatten: meine und die Freude der Kinder über den Besuch war gleichermaßengroß. Dennmit im Gepäck nach Angola hatte ich nicht nur meine Träume und Hoffnungen,sondern auch allerlei Sachspenden. Die Mitglieder meines Fußballvereins, des TUS Altenrath, und die Damenmannschaft des SV Menden waren gleich Feuer und Flamme von meinem Vorhaben, den Kindern der örtlichenSchulein Cacuaco Überraschungen mitzubringen.Jeder von Ihnen Verein trug etwasdazu bei und es kam viel Nützliches zusammen: Trikots, Schuhe und Alltagskleidung.

Ich ließ mir von den Kindernden Fußballplatz zeigen und wir wurden beim Spiel schnell eine Gemeinschaft, ein Team, so wie es der gemeinsame Spaß am Fußball immer schnell ermöglicht. Es war eine unbeschreiblich schöne Erfahrung, die jungen Talente mit ihrem Ehrgeiz und ihrer Freude zu beobachten und zusammenunserer Leidenschaft, dem Fußball, nachzugehen.

Der Sportplatz in Cacuaco/ Einige der Kinder (in den Trikots die ich mitgebracht habe) und ich

AUSBLICK

Meine Vision ist es, die Hilfe vor Ort auszubauen.

 

Im Zuge meines Besuchs wurde die Idee geboren, eine Sportschule in Cacuaco zu gründen. So entstand vor Ort die Academia Desportiva de Cacuaco, die kostenlos für die Kinder und Jugendlichenist. Bisher gibt es Jungen-und Mädchen-Fußballmannschaften sowie eine Mädchen-Handballmannschaft.

In einem gemeinsamen Projekt zwischen der Academia und meiner Fußballschule Black&White wollen wir in einer Kooperation, mit dem Arbeitstitel  „Projekt Cacuaco 2.0“,  gemeinsam dafür sorgen, dass die Academia ausgebaut werden kann und die Jungen und Mädchen mit der notwendigen Ausstattung versorgt sind. Die Academia übernimmt den Sportunterricht und ich möchte mit Sachspenden, und später Geldspenden, unterstützen. Besonders die Unterstützung der Mädchen und Frauen vor Ort liegt mir am Herzen, denn nicht nur im sportlichen Bereich stehen diese etwas hinter den Jungen und Männern zurück; daher möchte ich sie in den Fokus meines Engagements nehmen.

 

Insgesamt ist es mein Ziel, die Kinder und Jugendlichen von der Straße wegzubekommen und für sie eine Gemeinschaft zu schaffen, denn Fußball verbindet. Und diese Gemeinschaft kann ihnen Halt geben und helfen, mit den zumeist schwierigen Lebensumständen besser umzugehen.

Für die Zukunft stelle ich mir eine Kooperation mit der örtlichen Schule vor, sodass alle Kinder, die in die Sportschule gehen auch die normale Schule besuchen und somit eine bessere Zukunft für sich schaffen können.

Die Schule in Cacuaco

 

Außerdem möchte ich weitere Sachspenden nach Cacuaco bringen. Die Kinder und Jugendlichen sollen nicht nur im sportlichen, sondern auch im familiären Umfeld unterstützt werden. Ich bin dieses Jahr 40 geworden und zu diesem Anlass wollte ich mir selbst ein Geschenk machen, indem ich einen Schiffscontainer nach Cacuaco schicke. Freunde und Bekannte haben schon eifrig notwendige Dinge gesammelt, wie Kleidung (besonders für Kinder und Babys), Rücksäcke, Schulranzen, Schulhefte, etc. Durch die Blockade im Suezkanal sind die Preise für Container allerdings nun 4-5x so hoch wie geplant, sodass dies leider warten muss, bis die Preise sich wieder normalisiert haben.

 

Parallel dazu bin ich gerade dabei eine Organisation zu gründen, sodass mein Angola-Projekt in Zukunft neben Sach- auch mit Geldspenden unterstützt werden kann. Vor Ort habe ich die Unterstützung meiner Familie, sodass gewährleistet ist, dass die Spenden direkt bei den Familien und Kindern ankommen und ausschließlich für mein Projekt genutzt werden.

 

Ich freue mich schon sehr auf den Ausbau meines Angola-Projektes und danke allen Unterstützern und den Menschen von Herzen, die mein Leben hier in Deutschland von Anfang an so sehr bereichert haben und mir auch jetzt zur Seite stehen.

 

Diese Seite wird laufend aktualisiert, sodass jeder nachverfolgen kann, wo mein Projekt gerade steht, welche Dinge bisher realisiert wurden und wie man mich unterstützen kann. In naher Zukunft wird es auch einen Newsletter der Fußballschule Black&White geben, in dem ich dann über aktuelle Entwicklungen berichte, sodass ich Sie/Euch auch so auf dem Laufenden halten kann.

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